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Schweiß”füße” bei Hunden

Sommer, Sonne, Schweißfüße – was beim Menschen vorkommt ist auch beim Hund nicht unbekannt. Das Hunde bei Hitze hecheln, um sich durch die Verdunstungskälte zu kühlen, ist hinlänglich bekannt. Weniger bekannt ist das Phänomen der Schweißfüße bei unseren vierbeinigen Freunden.

Sie besitzen kaum Schweißdrüsen am Körper und die paar wenigen Schweißdrüsen, die sie besitzen befinden sich an den Ballen. Zwischen den Zehen sitzen Sekrete bildende Drüsen, die vergleichbar mit den Schweißdrüsen unter den Achseln des Menschen sind. Wird dieses Sekret von Bakterien zersetzt, dann entsteht ein unangenehmer Geruch. Wenn also der Vierbeiner im Sommer einen extremen Geruch nach Tier oder Käsefüßen verströmt, so kann es daran liegen, dass er schwitzt und regelrechte Schweißpfoten entwickelt. Der Geruch wird manchmal auch als Puma-artig beschrieben. Schlimm ist das für das Tier nicht, auch leidet es im Gegensatz zu seinem Besitzer nicht unter dem Geruch der Käsefüße.

Was tun?

Am besten die Pfoten hin und wieder kalt abwaschen oder mit einem feuchten Tuch abwischen. Bewährt hat sich auch das Planschbecken auf der Terrasse oder im Garten, in das das Tier mit allen vier Pfoten gleichzeitig hinein stehen kann. Vorbeugung ist die beste Art, mit Schweißfüßen umzugehen. Ist für ausreichend Beschattung, Wasser und kühle Orte gesorgt, an die sich der fußgeruch-geplagte Vierbeiner zurückziehen kann, so wird es gar nicht erst zu einem Geruchsangriff durch die Pfoten kommen.

Hilfreich ist darüber hinaus, den Hauptspaziergang in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden zu machen. Auch das Fressen sollte nicht in der Mittagshitze gegeben werden. Aufenthalte im heißen Auto, in der prallen Sonne und langes Gehen auf heißem Asphalt sollten ebenfalls vermieden werden.
Bewährt hat sich auch, die Haare zwischen den Pfoten kurz zu halten und die Pfoten von Schmutz zu befreien. Dabei kann auch ein Fußbad mit einem parfümfreien Babyöl helfen. Das Babyöl hilft dabei, dass die Haut an den Pfoten wieder rückgefettet wird. Hundeshampoos und -Seifen trocknen die Tierhaut zu stark aus.
Veterinäre raten ab von Deos oder Parfümen, um den Geruch zu überdecken. Durch den guten Geruchssinn des Hundes wäre das für den Vierbeiner eine regelrechte Qual.
Bei langhaarigen Hunderassen hilft es, das lange Haar zu kürzen oder zu scheren.

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