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Schwitzen – die lästige Selbsthilfe des Körpers

Sommer, Sonne, Sonnenschein, was könnte schöner sein? Die Antwort liegt indes bereits in der Frage selbst, führen die warmen Temperaturen doch zu einem gefürchteten Begleitumstand. Starkes Schwitzen kann nicht nur die Kleidung unansehnlich gestalten, sondern auch mit lästigen Gerüchen verbunden sein.

Der Schweiß – Begleiter unseres Lebens

Die Evolutionsgeschichte ist gespickt mit vielen kleinen Tricks. Jedes Lebewesen – ob Mensch, Tier oder Pflanze – kennt Methoden, um sich gegen übermäßige Hitze zu schützen. Die körpereigene Abkühlung für uns besteht somit im Schwitzen. Hat sich unser Leib auf eine gewisse Temperatur aufgeheizt, die für jede Person individuell eintritt, so beginnen die Drüsen der Haut mit der Absonderung eines Sekrets. Diese aus den Poren geleitete Flüssigkeit kann durch die Wärme nun verdunsten und somit zur Abkühlung von der Haut aus ins Innere des Körpers beitragen. Hätten wir nicht die Möglichkeit, uns derart abzukühlen, so wären wir insbesondere in den Sommermonaten zu vielen Aufgaben des Alltags nicht fähig.

Weitere Funktionen des Schweißes

In den letzten Jahrzehnten hat sich auch die Wissenschaft vermehrt dem Thema gewidmet. Starkes Schwitzen (Hyperhidrose) gilt zuweilen als krankhaft – die tatsächlichen Fallzahlen sind jedoch gering. Dennoch wurden in den Untersuchungen auch zusätzliche Zwecke des Schwitzens unter die Lupe genommen. Allerdings fiel das Ergebnis stets ernüchternd aus. So ist die Flüssigkeit nicht dazu geeignet, Gifte aus dem Organismus zu transportieren. Gleiches gilt für alle Schlacken – Ablagerungen unter der Haut, die sich in der Vergangenheit dort festgesetzt haben. Im Gegenzug kann der Schweiß aber den Säurepegel des Körpers regulieren. Darin liegt langfristig sogar ein entscheidendes Kriterium für Gesundheit und Wohlbefinden.

Woraus besteht der Schweiß?

Starkes Schwitzen gilt trotz seiner Vorteile als Bürde. Die Kleidung wird fleckig. Zudem umgibt uns ein zumeist penetranter Geruch. Oftmals wird daraus der Gedanke abgeleitet, der Schweiß könne einen Rückschluss auf das eigene gesundheitliche Befinden zulassen. Doch weit gefehlt. Die Flüssigkeit besteht hauptsächlich aus:

  • Wasser
  • Salzen
  • einigen geringen Zuckeranteilen
  • Aminosäuren
  • Mineralstoffen wie Eisen oder Zink

Genau darin liegt jedoch ein Manko: Je stärker wir schwitzen, desto mehr lebenswichtige Vitamine und Spurenelemente scheiden wir aus. Dieser Umstand wiederum bedeutet, dass wir gerade in den warmen

Unterschiedliche Einflüsse für den Geruch

Dennoch wird starkes Schwitzen gerade dann als problematisch angesehen, wenn wir unter Menschen sind. Denn die Flüssigkeit nimmt einen eigenwilligen Geruch an. Frischer Schweiß besitzt allerdings einen neutralen und somit für die Nase nicht wahrnehmbaren Duft. Bestenfalls könnten einige sehr dezente salzige Aromen verströmt werden. Bleibt die Flüssigkeit indes länger auf der Haut, ohne von dieser abgewaschen zu werden, so geht der Schweiß eine Verbindung mit zahlreichen Bakterien ein. Daraus wiederum resultiert der gefürchtete beißend-penetrante Geruch. Ähnliches tritt ein, wenn vornehmlich Kleidung aus Kunstfasern getragen wird, die die Nässe nicht an die Umluft ableiten kann und der eigentliche Prozess des Schwitzens somit unterbrochen wird.

In welchen Situationen schwitzen wir eigentlich?

Darüber hinaus wird auch der Beginn des Schweißaustritts individuell bestimmt. Leichtes und starkes Schwitzen ist immer von einer erhöhten Temperatur abhängig. Diese kann extern auftreten – die Wärme des Sommers, die aufgedrehte Heizung in der Wohnung oder eine sehr dicke Kleidung sind dafür die Auslöser. Ebenso besitzt der Körper aber eine innere Wärme. Sie steigt unter Anderem an durch:

  • viel Bewegung
  • Krankheiten und Fieber
  • stark gewürzte Speisen
  • Sport oder sogar
  • Stress
  • Angst und Unwohlsein

In allen diesen Fällen schwitzen wir – wenngleich die Intensität des Flüssigkeitsverlustes natürlich anhand unterschiedlicher Faktoren stets voneinander abweichen dürfte. Denn jeder Organismus folgt einem eigenen Bauplan und reagiert somit auf seine Weise auf die jeweiligen Einflüsse.

Stirn, Achseln, Füße – hier schwitzen wir besonders stark

Doch nicht allein zwischen den Personen kommt es zu Abweichungen. Auch mit Blick auf einen Körper alleine ergeben sich unterschiedliche Zonen. Einige von ihnen weisen ein besonders starkes Schwitzen auf. Hiervon sind meist das Gesicht, die Handflächen, die Achseln, der Intimbereich, der Rücken sowie die Füße betroffen. Allerdings gibt es auch dafür keine festen Regeln. Jeder Organismus funktioniert individuell. Es kann somit auch Menschen geben, die in anderen Bereichen der Haut ein übermäßiges Schwitzen feststellen – nicht selten sind bei ihnen die Gliedmaßen betroffen, wobei sich insbesondere an den Unterschenkeln und Unterarmen eine erhöhte Konzentration ergibt.

Wir schwitzen niemals gleich

Der Austritt des Schweißes gleicht also einem komplexen Prozess. Das Schema dafür gibt jeder Körper selbst vor. Wie der Fingerabdruck, so ist auch die Menge, die auslösende Temperatur, der Geruch oder die Stärke des Schwitzens unter nahezu allen Menschen unterschiedlich. Zudem wird sich der Organismus im Laufe seines Lebens an bestimmte Umstände anpassen. Das Klima oder das tägliche Maß an Getränken beeinflusst unseren Flüssigkeitshaushalt. Langfristig kann sich eine Person, die üblicherweise stark geschwitzt hat, zu einem Menschen mit einem geringen Schweißverlust wandeln. Hierbei spielen aber weitere Faktoren wie die Gesundheit, die Ernährung, Wellness und Sport oder der Umgang mit mentalen Einflüssen eine große Rolle.

Was hilft gegen starkes Schwitzen?

Muss es dennoch einmal schnell gehen, so gilt Wasser immer noch als bestes Mittel, um hartnäckigem Schweiß zu Leibe zu rücken. Zudem sollten ph-neutrale Seifen und Deos verwendet werden, die ohne Aluminium und Alkohol auskommen. Eine luftige Kleidung aus Naturfasern hilft bei der Luftzirkulation. Ebenso können aber gerade künstliche Textilien beim Sport den Trocknungsprozess des Körpers unterstützen. Langfristig ist es natürlich gleichermaßen entscheidend, der Nahrung das Augenmerk zu widmen: Zucker, Alkohol, Tabak oder Kaffee werden allmählich vom Speiseplan gestrichen – sie beeinflussen den Organismus negativ, woraus sich ein starkes Schwitzen ergeben kann. Weitere Tipps und Produkte lassen sich darüber hinaus auf Webseiten wie z. B. www.odaban.de finden. Und dann steht dem Genuss von Sommer und Sonnenschein auch nichts mehr im Wege.

Bildquelle: Maridav/Bigstock.com

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