Prävention gegen Schweißfüße

Barfuß laufen – die gesunde Alternative?

Festes Schuhwerk spielt im Leben der Menschen spätestens seit dem Mittelalter eine große Rolle. Sie dienen zum Schutz vor Kälte, Dreck und unebenen Untergründen, die Verletzungsgefahr mit sich bringen können. Zudem sind sie ein sehr wandlungsfähiges Modeaccessoire.
Mit nackten Füßen durch den Alltag zu gehen, ist heutzutage kaum noch vorstellbar.
Und doch ist es nach Meinung vieler Allgemeinmediziner, Orthopäden und Sportmediziner besonders gesund, Barfuß zu laufen.

Barfuß laufen stärkt den Bewegungsapparat

Barfuß laufen bringt vor allem für den Bewegungsapparat des menschlichen Körpers, aber auch für die inneren Organe, die Abwehrkräfte und sogar für die Psyche viele Vorteile mit sich.
Das Laufen in festen, drückenden Schuhen ist häufig Grund für Fehlstellungen der Füße, Senk-, Spreiz- und Knickfüße sind die Folge davon. Außerdem kommt es beim Tragen von nicht orthopädisch optimal ausgestattetem Schuhwerk oft zu Fehlhaltungen des gesamten Körpers.
Barfuß laufen hingegen wirkt sich positiv auf die Wirbelsäule aus.
Weiterhin werden die Muskulatur, die Sehnen und Bänder sowie die Gelenke der Füße
durch das Laufen ohne festes Schuhwerk gestärkt.

Bewegung auf nackten Füßen gegen Venenerkrankungen

Barfuß laufen hat weiterhin auch eine positive Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System des menschlichen Körpers. Denn die Durchblutung wird besser gefördert. Das Risiko eines Krampfader-Leidens sinkt durch die natürliche Stärkung der Venen, die das Laufen mit nackten Füßen mit sich bringt.
Schwere Beine, geschwollene Füße und schmerzende Ballen treten so viel seltener auf.
Nach Meinung einiger Experten soll sich Bewegung ohne festes Schuhwerk sogar regulierend auf den Blutdruck auswirken.

Das Laufen ohne Schuhe als Energiequelle und Entspannungstechnik

Barfuß zu laufen bewirkt einen direkten Kontakt der Fußsohlen zum Untergrund. Dies hat einen besonders positiven Effekt auf den gesamten menschlichen Körper sowie auf die Psyche.
Bestimmte Reflexzonen werden beim Laufen ohne Schuhe stimuliert und wirken direkt auf die Organe im Körper, wie bei einer Fußreflexzonenmassage. Diese Stimulation ist sehr entspannend und hilft auch, Stress abzubauen.
Durch den direkten Kontakt der Fußsohlen mit dem Untergrund wird außerdem der Tastsinn der Füße gefördert, welcher aufgrund des ständigen Tragens von festem Schuhwerk bei den meisten Menschen verkümmert ist.

Positive Wirkungen beim Laufen ohne Schuhe

  • Entlastung der Wirbelsäule
  • Stärkung der Muskulatur, Sehnen, Bänder und Gelenke
  • Senkung des Risikos einer Fußfehlstellung
  • Stärkung der Venen
  • Förderung der Durchblutung
  • Stimulation der Reflexzonen
  • Förderung des Tastsinns
  • Entspannende Wirkung
  • Kraftspendende Wirkung

Barfuß laufen im Alltag

Im alltäglichen Leben ständig Barfuß zu laufen gestaltet sich mitunter ein wenig schwierig.
Denn vor allem die Straßen in Großstädten sind häufig extrem verschmutzt. Außerdem bedeuten auf dem Weg liegender Unrat und Müll wie Glasscherben oder rostige Nägel ein enormes Verletzungsrisiko. Zudem drohen insbesondere Anfängern des Barfuß-Trends bei sehr niedrigen Temperaturen Erfrierungen an den Zehen.
Daher raten Mediziner und Sportwissenschaftler dazu, in der Wohnung und im eigenen Garten auf das Tragen von Schuhwerk zu verzichten, während der Arbeit im Büro die Schuhe in den Pausen auszuziehen oder gezielt in naturbelassenem Gelände zu laufen.

Barfuß-Parks – Wellness für die Füße

Als Alternative zum Laufen ohne Schuhe im Alltag bieten sich regelmäßige Besuche von Barfuß-Parks an. Diese Anlagen wurden speziell für das Laufen ohne festes Schuhwerk konzipiert, sind bestens gepflegt und bergen keine Verletzungsgefahren.
Zumeist verfügen die Parks über mehrere Stationen, die über naturbelassene Pfade erreicht werden.
Als Untergrund dienen hier Rindenmulch, Tannenzapfen, Maiskörner, Baumstämme und Moos.
Tretbecken mit Schlamm und Wasser sind außerdem häufig Teil der Parkanlagen.
Das gezielte Laufen über verschiedene Untergründe ist äußerst belebend für Körper und Geist, weiterhin trainiert ein regelmäßiges Besuchen der Parks den gesamten Bewegungsapparat und vor allem die Muskulatur der Füße.

Negative Folgen vom Laufen ohne festes Schuhwerk

In bestimmten Fällen kann Bewegung auf nackten Füßen sich auch negativ auswirken.
Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn arthritische Erkrankungen vorliegen. Hierbei ist es besser, die Fußgelenke durch festes Schuhwerk zu schützen.
Auch Diabetiker sollten regelmäßiges Laufen auf nackten Füßen vorher mit einem Mediziner absprechen.
Die größte Gefahr von negativen Folgen besteht jedoch für Anfänger des Barfuß-Trends.
Denn regelmäßige Bewegung ohne Schuhe muss trainiert werden.
Wer plötzlich dauerhaft auf Schuhwerk im Alltag verzichtet, läuft Gefahr, die Muskulatur und Sehnen sowie Gelenke der Füße zu sehr zu beanspruchen.
Orthopäden raten darum, mit dem Laufen ohne festes Schuhwerk zunächst langsam zu beginnen.

Barfefoot-Shoes – Eine sinnvolle Anschaffung?

Ohne festes Schuhwerk Sport zu treiben, liegt derzeit voll im Trend. Eine beachtliche Anzahl an Sportmedizinern rät sogar dazu. Alternativ werden seit einiger Zeit Barefoot-Shoes im Handel angeboten. Diese ultra-leichten Schuhe sind geformt wie der menschliche Fuß und engen ihn aufgrund des flexiblen Materials nicht ein, sie sorgen also für Bewegungsfreiheit und die Möglichkeit, den Fuß vor allem beim Joggen richtig abrollen zu können. Generell sprechen viele Faktoren für den Einsatz von Barefoot-Shoes beim Joggen. Doch auch hier warnen Mediziner und Sportwissenschaftler vor einer Überbeanspruchung der Fußgelenke, Muskeln und Bänder.
Ebenso wie Bewegung auf nackten Füßen sollte sportliche Betätigung in Barefoot-Shoes langsam trainiert werden.

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