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Barfußpfad – Urlaub für die Füße

Erlebnis Barfußpfad – Merkmale und Eigenschaften

Ein Barfußpfad ist in den meisten Fällen eine bestimmte Strecke zum Gehen, die in verschiedene Bereiche unterteilt ist. Die Bodenbeschaffenheit variiert in diesen Bereichen in der Regel. Es werden die unterschiedlichsten Materialien zur Gestaltung eines Barfußpfades verwendet. Das Laufen mit nackten Füßen verschafft dem Körper intensive Sinneseindrücke über die Fußsohlen und entspannt dabei, die im Alltag sehr beanspruchten Füße. In der heutigen Zeit haben die Menschen meist sehr wenig direkten Kontakt zur Erde und die Füße werden fast immer in Schuhe gepackt. Das Leben findet zum größten Teil auf asphaltierten Verkehrsflächen statt und das Gehen erfolgt dadurch meistens auf hartem Untergrund. Dies ist auf lange Sicht gesehen keine positive Entwicklung für den menschlichen Körperbau, der über Jahrtausende an das Barfußlaufen gewöhnt war. Die verschiedenen Materialien eines Barfußpfades hingegen wirken auf die menschliche Fußsohle anregend und fördern die Durchblutung.

Folgende natürliche Materialien werden häufig als Bodenbelag bei Barfußpfaden genutzt:

  • Kieselsteine
  • Schottersteine
  • Tannenzapfen
  • Baumrinde
  • Sand
  • Rasen
  • kleine Äste
  • Tannenzweige
  • Korken
  • Lehm
  • Schlamm
  • etc.

Besonders Kinder lieben das Erlebnis, mit nackten Füßen über einen angelegten Pfad zu laufen. Sie erfassen dabei die verschiedenen Materialien mit den Fußsohlen und können ihre ganz eigenen Erfahrungen sammeln. Gerne berühren Kinder den Belag auch mit den Händen, um diesen haptisch zu erfassen. Kindergärten integrieren häufig einen Barfußpfad in das Bewegungskonzept ihrer Einrichtung, um die Vorteile für die Entwicklung der Kinder zu nutzen.

Wo sind solche Barfußpfade zu finden?

Mittlerweile gibt es in einigen Bundesländern Barfußpfade, die für die Öffentlichkeit frei zugänglich und ein Teil des lokalen Tourismuskonzeptes sind. Oft sind diese in Parks, Naherholungsgebieten oder im Wald zu finden. In Bad Sobernheim in Rheinland-Pfalz liegt einer der ersten Barfußpfade Deutschlands. Dieser wurde im Jahr 1992 angelegt und verläuft sogar in einer Furt durch den Fluss Nahe, der in das Konzept des Pfades integriert ist. Der Eintritt zu dieser Anlage ist kostenpflichtig, da er mit 3,5 Kilometern verhältnismäßig lang ist und auch über eine Hängebrücke und eine kleine Fähre verfügt. Andere Barfußpfade hingegen, sind kostenlos zu nutzen.

In folgenden Bundesländern gibt es ebenfalls Barfußpfade oder Barfußparks:

  • Baden-Württemberg: z. B. in Bad Säckingen, in Tieringen, in Dornstetten, etc.
  • Bayern: z. B. in Königsbrunn, in Benediktbeuren, am Brombachsee, in Bad Wörishofen, etc.
  • Hessen: z. B. in der Hofbieber in der Rhön, in Bad Homburg Ober-Eschbach, in Bad Schwalbach, et.
  • Nordrhein-Westfalen: z. B. in Neuss, in Moers, in Lienen, etc.
Barfuss auf Pfaden mit verschiedneen Untergünden regt die Sinne an und verhindert Schweißfüsse!
Barfuss auf Pfaden mit verschiedneen Untergünden regt die Sinne an und verhindert Schweißfüsse!

Was sollte man beim Begehen eines Barfußpfades beachten?

Wichtig beim Begehen eines Barfußpfades ist der Spaß an der Sache. Es ist das ideale Trainingsprogramm für die eigenen Füße. Gerade für Kinder ist ein solches Erlebnis fördernd, da sich deren Füße noch in der Entwicklung befinden. Jede Unebenheit im Boden wird beim Laufen durch die Muskeln und die Bänder im Gewölbe der Füße ausgeglichen.

Die Abwechslung zwischen harten und weichen Materialien rufen ungewohnte Sinneseindrücke hervor. Vorteilhaft ist, dass Fehlstellungen der Füße, wie Knick, Spreiz- oder Senkfüße, vom Barfußgehen positiv beeinflusst werden. Zusätzlich findet eine Verbesserung der Körperhaltung statt und die Muskeln, Bänder und Gelenke werden gestärkt. Ebenso zum Abbau von Stress eignet sich der Besuch eines Barfußpfades, denn auch der Blutdruck wird dadurch ausgeglichen. An den Fußsohlen befinden sich ca. 200.000 Nervenenden, die durch das Barfußgehen stimuliert werden. Die Bodenmaterialien sorgen dabei für eine angenehme Fußreflexzonenmassage.

Wie kann ein Barfußpfad die Beschwerden von Schweißfüßen lindern?

Leidet eine Person unter Schweißfüßen, dann kann das sehr unangenehm sein. Zum einen schwitzen die Füße ständig und zum anderen geben diese einen unangenehmen Geruch ab. Schweißfüße müssen mit einem erhöhten Pflegeaufwand bekämpft werden, denn meistens liegt der Grund dafür in einer falschen Fußhygiene und ist nicht krankheitsbedingt, denn dann sollte eine medizinische Therapie zum Einsatz kommen. Die Füße sollten jeden Tag gewaschen und danach gründlich abgetrocknet werden, denn bei Feuchtigkeit bilden sich schnell Bakterien und Mikroorganismen. Ebenso sollte die Hornhaut regelmäßig entfernt werden, da sich dort auch Bakterien einnisten können. Besonders effektiv ist es, wenn eine betroffene Person häufig barfuß läuft und was eignet sich dafür besser als einer der beschriebenen Barfußpfade. Werden die Füße oft belüftet, so bildet sich weniger unangenehmer Geruch. Zusätzlich werden abgestorbene Hautschichten und Hornhaut beim Barfußlaufen abgetragen und Bakterien können sich nicht mehr so einfach festsetzen. Das Barfußlaufen ist bei Schweißfüßen demnach sehr sinnvoll und sollte so oft wie möglich genutzt werden. Auch der heimische Garten bietet sich dafür an, jedoch erhalten die Füße auf einem Barfußpfad mehr Abwechslung und eine angenehme Massage der Fußsohlen.

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