Prävention gegen Schweißfüße / Ratgeber

Kupferfasersocken – Neue Wege zu gesunden Füßen

Schweißfüße – Risiko für Gesundheit und Wohlbefinden

Das Problem ist lange bekannt: Das Tragen von geschlossenen Schuhen führt durch die fehlende Transpirationsmöglichkeit zu einem ungesunden Mikroklima im Fußbereich. Fußgeruch und eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen und Fußpilz sind die Folge. Von jenseits des Atlantiks schwappt in den letzten Jahren zunehmend ein neuer Trend zum Umgang mit diesem Problem nach Europa: Die Socke mit Kupferfaser.

Kupfer in Socken – Idee und Durchbruch

    Auch in Arbeitsschuhen sorgen Kupferfasersocken für eine antibakterielle Wirkung!
Auch in Arbeitsschuhen sorgen Kupferfasersocken für eine antibakterielle Wirkung!

Die Verwendung von Kupfer zur Vermeidung von Krankheiten ist bereits Jahrtausende alt. Im antiken ägyptischen Kulturkreis wurde das Metall Kupfer nicht nur zur Behandlung von Infektionen, sondern auch zur Aufbereitung von Trinkwasser eingesetzt. Die Römer erkannten ebenfalls die gesundheitsfördernde Wirkung des typisch rötlich-glänzenden Metalls und behandelten damit Wunden und Krankheiten. Selbst Hippokrates, der als der Urvater der westlichen Medizin gilt, behandelte offene Verletzungen mit Präparaten auf Kupferbasis.

Die Inder und Perser setzten die Kupferpräparate bei Blutgeschwüren oder Augeninfektionen ein, während die Azteken das Metall-Heilmittel zur Behandlung von Erkrankungen in und am Hals zu schätzen wussten. Die Menschen in der alten chinesischen Kultur waren so von der heilsamen Wirkung des Kupfers überzeugt, dass nur die Bezahlung mit Kupfergeld erlaubt war.

Heute besinnt man sich in vielen Bereichen wieder der gesundheitlichen Bedeutung von Kupfer. So werden in Krankenhäusern und anderen sensiblen Bereiche zunehmend Türgriffe und Schalter mit Kupfer verkleidet. Die gesundheitliche Wirkung basiert in allen Fällen auf der zerstörerischen Wirkung des Kupfers auf schädliche Mikroorganismen, während bei höheren Lebewesen wie dem Menschen das Kupfer von Enzymen aufgenommen und dem Körper nutzbar gemacht wird.

Wie wirken die Kupferfasersocken?

Kupferfasersocken gegen Fußgeruch
Kupferfasersocken gegen Fußgeruch

Diesen Mechanismus nutzt auch die Kupferfasersocke, deren feinste Kupferbestandteile auf den Textilfasern sich im Kontakt mit Hautfeuchtigkeit langsam lösen und die im feucht-warmen Milieu des Fußes überreichlich vorkommenden Bakterien, Viren und Pilze weitgehend abtöten. Diese Wirkung reduziert nicht nur erheblich das Risiko für Infektionen und Fußpilz. Es reduziert auch die Entstehung von Fußgeruch, der eine Folge von Umwandlungsprozessen von Bakterien im Fußschweiß ist.

Die Kupferfasersocke wurde in Südamerika entwickelt und war zunächst eine Nischenanwendung für Diabetiker und andere Personengruppen mit Fußproblemen, bis ein Minenunglück in Chile den Socken zu einem breiten Durchbruch verhalf. Die 33 Bergarbeiter, die 2010 in 700 m Tiefe für 69 Tage eingeschlossen waren hatten aufgrund der hohen Temperaturen und Luftfeuchtigkeit mit massiven Infektionen im Fußbereich zu kämpfen.

Nach der Bohrung eines Versorgungsschachtes wurden die Bergleute unter anderem mit Kupferfasersocken versorgt, wodurch eine deutliche Besserung der Hautgesundheit erreicht wurde. Die euphorischen Berichte der Bergleute nach Ihrer Rettung führten zu einem Boom dieser Socken in Südamerika und einer breiten Etablierung in der Gesellschaft. Inzwischen werden diese Socken auch außerhalb von Südamerika z.B. als Arbeitssocken von Unternehmen oder z.B. bei der israelischen Armee eingesetzt.

Kupferfasersocken in Europa – Wie geht es weiter?

Auch in Europa werden inzwischen Kupferfasersocken angeboten, sind jedoch bislang vergleichsweise wenig etabliert. Bedeutendster europäischer Anbieter ist die deutsche Firma bonn-copper, welche verschiedene Arten von Kupferfasersocken von mehreren ausländischen Herstellern bezieht und auch im Internet anbietet. Vereinzelt findet man die Socken auch bereits in Reform- oder Drogeriemärkten. Ob sich die Kupferfasersocke in den nächsten Jahren auch bei uns etabliert, bleibt abzuwarten.

 

 

 

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