Hyperhidrose

Wenn der Schweiß läuft

Starke Hyperhidose fördert den Schweißfluß
Starke Hyperhidose fördert den Schweißfluß

Als Hyperhidrose bezeichnet man eine übermäßige Schweißproduktion, die generalisiert oder lokal auftreten kann. Schwitzen ist lebensnotwendig. Es reguliert die Körpertemperatur und kühlt den Körper. Die Hyperhidrose führt dazu, dass der Körper ganz unabhängig von Kälte, Wärme oder Jahreszeiten übermäßig schwitzt. Wissenschaftler definieren übermäßiges Schwitzen auf 100 mg Schweiß innerhalb von 5 Minuten pro Achselhöhle. Lokal begrenzte Hyperhidrose tritt meist an den Händen oder spürbar an Schweißfüßen auf.

Es gibt verschiedene Schweregrade der Hyperhidrose. Leichte Hyperhidrose zeichnet sich durch verstärkte Hautfeuchtigkeit und Schweißflecken mit einem Durchmesser von 5 – 10 cm aus. Bei einer mäßig starken Hyperhidrose sind die Schweißflecken mit einem Durchmesser von 10 – 20 cm schon deutlich größer. Außerdem kommt es zu verstärkter Schweißbildung auf Handflächen und Fußsohlen. Schweißflecken mit einem Durchmesser von mehr als 20 cm sind Symptome von starker Hyperhydrose. Hinzu kommen Schweißtropfen und Schweißbildung auf den Rückseiten von Fingern und Zehen sowie auf dem Rücken der betroffenen Person.

Generell unterscheidet man zwischen primärer und sekundärer Hyperhidrose. Die primäre Hyper-hidrose ist angeboren und genetisch bedingt. Die Symptome beginnen meist im Kindes-oder Jugendalter und treten meist weitaus öfter als einmal pro Woche auf. Die sekundäre Hyperhidrose entwickelt sich erst mit der Zeit und kann auch nur temporär vorkommen. Sie kann beispielsweise hormonell bedingt sein und bei Frauen in den Wechseljahren auftreten. Auch Nebenwirkungen von Arzneimitteln, Übergewicht und chronische Infekte können Ursachen sein. Psychische Probleme und Stress können ebenfalls übermäßiges Schwitzen hervorrufen.

Als nächtliche Hyperhidrose, auch Nachtschweiß genannt, bezeichnet man übermäßiges Schwitzen im Schlaf. Axilläre Hyperhidrose kann mit einer Therapie mit Antitranspiranten, wie z. B. Aluminiumchlorid behandelt werden. In besonders schweren Fällen können auch die Schweißdrüsen chirurgisch entfernt werden. Hyperhidrose and Handflächen und Fußsohlen lässt sich ebenfalls mit Antitranspiranten oder Antihidrotika behandeln. Bei generalisierter primärer Hyperhidrose ist nur eine Behandlung mit Antihidrotika oder Psychopharmaka möglich.

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