Nagelpilz

Genauso wie beim Fußpilz, favorisiert auch der Nagelpilz ein feucht-warmes Klima. Insofern können Schweißfüße dazu führen, dass neben Fußpilz auch Nagelpilz entsteht.

Der oftmals dafür verantwortliche Pilz heißt Dermatophyt, welcher die Erreger Trichophyton rubrum oder Trichophyton interdigitale einschleust. Hefe- und Schimmelpilze sind dagegen seltener. Neben dem Pilz können durch Bakterien Farbstoffe entstehen, die den Nagel gelb, grün oder sogar schwarz färben. Ein weiterer Faktor, der Nagelpilze begünstigen kann, ist neben Krankheiten (Diabetes, Durchblutungsstörungen, Entzündungen der Nägel), auch die körperliche Immunschwäche.

In der Medizin wird der Nagelpilz als Onychomykose bezeichnet und in verschiedene Formen unterschieden:

  • superfiziell-weiße Form
  • total dystrophische Form
  • laterodistal-subunguale Form
  • proximal-subunguale Form

Die superfiziell-weiße Form erkennt man an der weißlichen Verfärbung der Nageloberfläche. Bei der total dystrophische Form ist dagegen der gesamte Nagel befallen und oft greift der Pilz auch auf die Fußhaut über. Die subunguale Form findet sich unter dem Nagel, ob distal am äußeren Nagelrand oder lateral an den seitlichen Nagelrändern.

Folgende Symptome sind typisch für Nagelpilz:

  • Verdickung des Nagels
  • Glanzlosigkeit des Nagels
  • weiße oder gelbliche Verfärbungen am Nagelrand
  • weißliche, gelbe oder grau-braune Flecken im Nagel

Ist der Nagelpilz eigentlich ansteckend? Definitiv JA!
Nagelpilze verteilen sich in Handtüchern, Socken, Badematten, Hausschuhen, Bettwäsche und an vielen weiteren Orten, mit denen die befallene Stelle in Kontakt kommt. Folglich ist die Ansteckungsgefahr besonders groß, wenn ein Familienmitglied bereits einen Nagelpilz hat. Aber auch in Schwimmbädern, öffentlichen Saunen und Duschen sollte man besonders aufpassen und seine Füße durch entsprechende Schuhe schützen.

Hilfe, ich habe Nagelpilz! Was soll ich jetzt tun?
Sind die oben genannten Symptome zu erkennen, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Auch bei regelmäßigen Juckreiz oder schuppiger Haut an und um den Zeh ist der Gang zum Fachmann obligatorisch.

Nagelpilz vorbeugen, aber wie?
Wie beim Fußpilz ist Hygiene das oberste Gebot. Klimagünstiges Schuhwerk, frische Baumwollsocken und häufiges Barfußlaufen mindern die Entstehung von feucht-warmen, von Pilzen favorisierten Zonen. Vorsicht ist besser als Nachsicht! In öffentlichen Badeeinrichtungen sollte man immer Badeschuhe tragen und am Ende die Füße desinfizieren. Entsprechende Mittel werden von den meisten Einrichtungen bereitgestellt.

Ist ein Familienmitglied betroffen, so ist darauf zu achten, dass jeder sein eigenes Bade-/Handtuch nutzt. Die Bettwäsche, Badematten und Handtücher sollten außerdem bei über 60°C gewaschen werden, um den Pilz abzutöten. Da Nagelpilz auch durch innere Faktoren begünstigt werden kann, sollte man sein Immunsystem mit Vitaminen stärken. Zudem empfiehlt es sich, den Körper nicht übersäuern zu lassen (z. B. durch weniger Zucker-, und Alkoholkonsum oder Reduzierung von Hefeprodukten).

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